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Kinder und Autogenes Training: warum es so gut hilft

Kinder und Autogenes Training: warum es so gut hilft

Hast du dich schon einmal gefragt, warum dein Kind manchmal völlig ausgeglichen ist,

und an anderen Tagen schon kleine Reize reichen, um es aus der Ruhe zu bringen?

Warum es sich manchmal gut konzentrieren kann… und an anderen Tagen gefühlt gar nicht „bei sich“ ist?

Vielleicht liegt es nicht an seinem Charakter, sondern an etwas, das viele Kinder heute kaum mehr lernen: sich selbst zu beruhigen, zu spüren und innerlich zu stabilisieren.

Genau hier setzt Autogenes Training an, eine einfache, spielerische und unglaublich wirksame Methode, die Kindern hilft, ihren Körper, ihre Gefühle und ihre Aufmerksamkeit besser zu verstehen.

Was ist Autogenes Training eigentlich?

Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, bei der Kinder durch Worte, Bilder und Körperwahrnehmung lernen, ihre innere Ruhe selbst zu aktivieren.

Es funktioniert über kurze, klare Formeln wie:

  • „Meine Arme sind schwer.“
  • „Mein Bauch ist warm.“
  • „Ich atme ruhig und leicht.“

Diese Sätze wirken wie kleine mentale Anker.

Sie helfen dem Körper, in den Ruhezustand zu wechseln:

Puls sinkt, Atmung vertieft sich, Stress löst sich.

Kinder lieben das, weil es leicht ist, schnell funktioniert und sich anfühlt wie ein Zauberspruch für innere Kraft.

Warum Autogenes Training Kindern so guttut

Kinder erleben heute viele Reize, Anforderungen und Ablenkungen. Autogenes Training stärkt Fähigkeiten, die im Alltag, in Schule, Kita und Sport enorm wichtig sind:

1. Bessere Konzentration

Wenn ein Kind lernt, seine Atmung und seinen Körper zu spüren, kann es seine Aufmerksamkeit viel leichter bündeln.

Kinder berichten oft:

„Ich kann meine Gedanken besser festhalten.“

2. Weniger Stress & innere Ruhe

Die Schwere und Wärmeübungen regulieren das Nervensystem.

Das Kind fühlt: Ich kann mich selbst beruhigen.

Das stärkt Sicherheit und Selbstvertrauen.

3. Besserer Schlaf

Viele Kinder machen die Übungen abends und gleiten so entspannt in den Schlaf.

4. Mehr Körpergefühl

Kinder spüren wieder:

„Wie fühlen sich Arme an? Wie atme ich? Wo bin ich angespannt?“

Das verhindert Überforderung und hilft bei starken Emotionen.

5. Mehr Selbstbewusstsein

Wenn ein Kind merkt:

„Ich kann mich selbst entspannen, ich kann mich selbst steuern“, wächst echte innere Stärke.

Wie du Autogenes Training mit Kindern üben kannst (praktische Beispiele)

Hier findest du kurze Formeln, die du 1:1 sagen kannst.

Schwere-Übung (für Ruhe & Halt)

„Meine Arme sind ganz schwer.

Sie liegen ruhig und entspannt.

Ich lasse alles los.“

Ideal bei Unruhe, Stress, viel Bewegung, Einschlafproblemen.

Wärme-Übung (für Geborgenheit & Sicherheit)

„Mein Bauch ist warm.

Die Wärme macht mich ruhig und stark.“

Perfekt für Bauchschmerzen, Nervosität, Angst, Unsicherheit.

Konzentrations-Übung (für Schule & Hausaufgaben)

„Mein Kopf ist klar.

Ich kann mich gut konzentrieren.“

Vor Tests, Hausaufgaben, Lernphasen.

Atmungs-Übung (bei emotionalen Wellen)

Ich atme ruhig ein.

Ich atme ruhig aus.

Mit jedem Atemzug werde ich leichter.“

Gut bei Wut, Traurigkeit, Reizüberflutung.

Wie oft sollten Kinder üben?

Schon 3–5 Minuten täglich reichen.

Kinder lernen schnell und sie lieben Routinen.

Am besten eignet sich:

  • morgens kurz nach dem Aufwachen
  • vor der Schule
  • abends als Einschlafritual
  • oder nach aufregenden Momenten

Regelmäßig geübt entsteht ein Werkzeug fürs Leben: die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen.

Fazit: Autogenes Training macht Kinder mental stark

Autogenes Training ist eine einfache, spielerische und wirksame Methode, die Kinder emotional stärkt, ihre Konzentration verbessert und ihnen ein Gefühl von innerer Sicherheit gibt.

Es ist sanft, alltagstauglich und schenkt Kindern etwas, das sie heute dringender brauchen denn je: die Fähigkeit, in sich selbst Ruhe und Kraft zu finden.

Bleib nicht stehen und unterstütze dein Kind dabei, seine innere Stärke zu entdecken.

„Stille im Außen beginnt mit Ruhe im Inneren.“

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